Der Hauptmann von Köpenick – das Musical

Keine Geschichte, sei sie wahr oder erfunden, ist so sehr mit dem Berliner Geist verwoben wie „Der Hauptmann von Köpenick“. Unsterblich und innig geliebt die frühe Filmfassung mit Heinz Rühmann in der Rolle des Wilhelm Voigt im Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie, essentiell für die deutsche Theatergeschichte Carl Zuckmayers Bühnenfassung von 1931. An der orientiert sich das liebevoll inszenierte Musical „Der Hauptmann von Köpenick“ ganz bewusst – und macht so etwas wie das archetypische Berliner Musiktheater schlechthin daraus.

Schon bei seiner Uraufführung vergangenen Sommer von Berlinern und Touristen begeistert bejubelt, kommt das Musical nun zurück in die Hauptstadt. Und nicht nur das: Es wird direkt am Originalschauplatz auf die Bühne gebracht: dem wunderschönen Innenhof des Rathauses Köpenick, vollendet 1905 im traumhaften Stil der Backsteingotik. Mit Dialogen und Liedtexten in Berliner Mundart, liebevoll gefertigten Kostümen und jeder Menge Liebe zum Detail wird der Zuschauer direkt in das kaiserliche Berlin der Jahrhundertwende entführt – unter freiem Himmel mitten in der Köpenicker Altstadt.

Mehr als 7.000 Gäste kamen zur ersten Spielzeit in den Rathaushof, vom 24. Juni bis zum 28. August wird ein essentielles Stück Berliner Kulturgeschichte lebendig. Eine Geschichte voller bittersüßem Witz und lakonischer Momente, deren Held Wilhelm Voigt zum liebenswerten Sinnbild des kleinen Mannes wird, der sich nicht länger drangsalieren lassen will. Das ist heute so aktuell wie damals – und macht in dieser Inszenierung besonders großen Spaß.


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