Vorhang auf für
DIE BESTEN DER PFALZ

DIE BESTEN DER PFALZ AWARD 2016

Ein außergewöhnlicher Schauplatz für ein spektakuläres Fest: Im imposanten Luxushotel Deidesheimer Hof fand die Premiere des 1. DIE BESTEN DER PFALZ AWARDS statt.

Große Ereignisse werfen ihren Glanz voraus – in diesem besonderen Fall auf den historischen Marktplatz im Pfälzer Vorzeigestädtchen Deidesheim: Schon draußen vor der Tür des Deidesheimer Hofs kündigte sich die prestigeträchtige Veranstaltung an, wurden Automobile der Landauer Kowalski-Group ins festliche Licht gerückt. Wie sich herausstellen sollte, war das ein angemessen prunkvoller Auftakt für eine nicht weniger prunkvolle und unvergessliche Veranstaltung, die die Messlatte für ähnliche Pfälzer Events gleich mal ziemlich hoch angesetzt hat.

Im restlos ausverkauften Deidesheimer Hof folgten knapp 300 Gäste der Einladung von Franz Weber und Andreas Kunze, der beiden Herausgeber von DAS BESTE DER PFALZ. Die Premiere der DIE BESTEN DER PFALZ AWARDS wollte sich eben niemand entgehen lassen, sodass eine ebenso bunt gemischte wie illustre Gästeschar aus Genießern, Prominenten, Politik, Kultur, Gastronomie und Wirtschaft zusammenkam. Das feudale Foyer des Hauses bot den passenden Rahmen für den Empfang. Vor der Fotowand wurden die Gäste einzeln oder in Gruppen stimmungsvoll und geschmackvoll in Szene gesetzt.

DBdR_Award-2016_Nachreport_2

Im Mittelpunkt stand aber natürlich die Preisverleihung. Kurzweilig und festlich, wie sich das für eine solche Veranstaltung gehört, wurden die ersten DIE BESTEN DER PFALZ AWARDS verliehen. Acht Preise in den verschiedensten Kategorien wurden zu einem köstlichen Glas Menger-Krug Sekt und feinen Häppchen vergeben, acht strahlende Gewinner zeigten an diesem Abend, wie viel die Pfalz aus kulinarischer, kultureller, wirtschaftlicher oder sportlicher Sicht zu bietet hat. In Erinnerung wird unter vielen anderen Momenten der unvergleichliche Auftritt der beiden Knipser-Brüder bleiben, die sichtlich erfreut den Preis »Winzer des Jahres« entgegennahmen und mit einem charakteristischen „Über Wein redet man nicht, Wein trinkt man“ die Lacher und Sympathien wie immer auf ihre Seite zogen.

Charmant, augenzwinkernd und professionell moderiert von RPR.1 Moderator Andreas Kunze und der früheren Miss Germany Alexandra Philipps, war die Preisverleihung das Finale einer echten Pfälzer Bürgerbeteiligung, wenn man so will: Von September bis November 2015 konnten alle Menschen online Persönlichkeiten in 8 Kategorien nominieren. Anschließend tagte eine hochkarätig besetzte Jury in der Landauer Vinothek Par Terre und kürte nach teils langen Diskussionen und Abwägungen aus den drei meist Nominierten jeder Kategorie die Preisträger. Echte Pfälzer Gewinner also, die nach dem offiziellen Teil in einer tollen und offenherzigen Rede von Ministerpräsidentin Malu Dreyer persönlich geehrt wurden.

DBdR_Award-2016_Nachreport_4

Auch unserer Landesherrin gefiel der Abend so gut, dass sie noch lange auf der Küchenparty im Deidesheimer Hof blieb und sichtlich viel Spaß hatte. Besagte Küchenparty stieg im Anschluss an die Verleihung und zauberte allen Gästen ein genussvolles Grinsen ins Gesicht. Frische Austern, Tatar vom Rinderfilet, Wildterrine, Blutwurstravioli, Kalbskarree oder geschmorte Rinderbäckchen waren nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was sich die verzückten Gäste direkt in der ausnahmsweise geöffneten Küche servieren lassen konnten. Ein besonderer Dank muss daher an Sternekoch Stefan Neugebauer und Restaurantdirektor Andreas Weber gehen, die auch bei 300 Gästen eine enorm hohe Qualität der Speisen und Serviceabläufe garantierten. Abgerundet wurde der Gaumenschmaus mit erlesenen Weinen der heimischen Spitzenweingüter Markus Schneider, Friedrich Becker, Bassermann-Jordan, Reibold und Krebs, die sich teilweise auch selbst unter das feiernde Volk mischten und die legere Atmosphäre in vollen Zügen (und mit vollen Gläsern) genossen.

Während der gesamten Veranstaltung zog eine mobile Band durch die Räumlichkeiten, auch ein professionelles Filmteam hielt die prestigeträchtige Veranstaltung fest. Die verlagerte sich nach der Küchenparty an die Bar zur KARLSBERG After Award Party, wo der DJ und Sänger Mak Keyani Lautstärke und Stimmung aufdrehte und die Gäste bei frisch gezapftem Bier bis in den frühen Morgenstunden in Bewegung hielt. Ja, so und nicht anders muss es auf einer Preisverleihung zugehen!

Ein großer Dank gilt zu guter Letzt den beiden Hauptsponsoren VR Bank Südpfalz und dem Radiosender RPR.1, ohne deren Unterstützung eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Bis zum nächsten Mal – denn das Schöne an einem Preis wie diesem ist ja, dass es hier keinen Mangel an künftigen Siegern gibt!

DBdR_Award-2016_Nachreport_5


Die Preisträger 2016:

Arbeitgeber des Jahres:

Dr. Walter Müller

Chocolatier Walter Müller steht für leckerste Kindheitserinnerungen. Der Pirmasenser Schokoladenhersteller sorgt aber nicht nur für Genuss mit Nippon, Wawi und Moritz. Sein Umgang mit sowie sein Engagement für seine Mitarbeiter machen ihn jetzt auch zum Arbeitgeber des Jahres.

Jeder kennt sie, jeder hat sie als Kind geliebt, jeder kann bis heute kaum an ihnen vorübergehen: Die Produkte des Schokoladenfabrikanten Wawi im Pirmasens. 16.000 Tonnen Schokoladenprodukte und Zuckerwaren setzt er weltweit ab, die Produktion verteilt sich auf vier Kontinente mit insgesamt acht Fabriken und 500 Mitarbeitern. Dreh- und Angelpunkt dieses schokoladigen Imperiums ist allerdings Pirmasens. Hier waltet und schaltet Walter Müller stolz und genüsslich über sein Reich, eine Art Willy Wonka der Pfalz, der die Ideale und Ziele seines Vaters, Walter Müller Senior, behutsam und traditionsverbunden weiterführt. Bis heute braucht er jeden Tag seine Schokolade, erzählt er gern mit einem verschmitzten Grinsen.

Das macht sich auch in seinem Umgang mit dem Personal bemerkbar. Immer wieder wird Müller als Ausnahme-Arbeitgeber beschrieben, als einer, der mehr für seine Mitarbeiter tut als die meisten anderen und sich auch über sein Unternehmen heraus engagiert, beispielsweise im Wohnungsbau. Mehr als Grund genug, um den grundsympathischen Geschäftsführer und Weinliebhaber zum »Arbeitgeber des Jahres« zu küren. Zu einem, der aus der Pfalz für die Pfalz arbeitet und dessen Produkte in der ganzen Welt gefragt sind. Wir zumindest freuen uns schon jetzt auf Ostern. Die Schoko-Osterhasen sind mit zehn Millionen verkauften Stück pro Jahr schließlich nicht umsonst seit den Fünfzigern der ungeschlagene Verkaufsschlager unseres Arbeitgebers des Jahres.

www.wawi-group.de

Aufsteiger des Jahres:

Stadt Landau in der Pfalz

Viel mehr als Landesgartenschau: In den letzten Jahren hat sich Landau vorbildlich herausgeputzt und zur blühenden Metropole der Südpfalz gemausert. Lebensqualität pur – das ist uns die Auszeichnung zum Aufsteiger des Jahres wert.

Mensch, Landau, bist du schön geworden! Die letzten zehn Jahre wurden vorbildlich genutzt, um die etwas verschlafene, nicht unbedingt einladende Stadt auf Vordermann zu bringen. Krönendes Highlight war natürlich die Landesgartenschau, die vergangenes Jahr Besucher aus nah und fern nach Landau lockte. Die lernten eine Stadt kennen, die sehr viel richtig gemacht und auf clevere, weil homogene Stadtentwicklung gesetzt hat. Mittlerweile ist Landau die blühende Südpfalz-Metropole schlechthin, außerdem in Sachen Lebensqualität pfälzischer Städte ganz oben auf dem Treppchen.

Unser »Aufsteiger des Jahres« ist eine Stadt, die im direkten Vergleich zu Ludwigshafen, Speyer oder Neustadt stetig weiterentwickelt wurde. Die flächenmäßig drittgrößte Stadt der Pfalz bietet ihren rund 44.000 Einwohnern und zahlreichen Besuchern einen geglückten Mix aus Geschichte (gegründet würde Landau bereits 1260), Kultur und der typischen Pfälzer Lebensart zwischen Mandelblüte und Weinfest. Winzer, die gibt es in Landau nämlich überaus zahlreich, immerhin gehört die Stadt zu einer der größten weinbautreibenden Gemeinden in ganz Deutschland. Ach ja, Uni und Zoo gibt’s auch noch. Viel los in Landau – eben wie es sich für einen Aufsteiger gehört.
www.landau.de

Pfälzer Botschafter des Jahres:

Mark Forster

Deutschland mag seinen Superstar immer noch suchen, die Pfalz hat längst einen. Und einen angenehm bodenständigen, authentischen und charmanten noch dazu! Ehrensache, dass wir den Sänger Mark Forster zum »Pfälzer Botschafter des Jahres« machen.

Alle wollen es sein, wenige sind es, die meisten davon noch völlig unverdient. Mark Forster ist auch so einer. Und das, mit Verlaub, völlig verdient. Die Rede ist natürlich von: Superstars! Nicht, dass die Pfalz einen solchen Superstar gebraucht hätte. Hey, sie ist schließlich selbst einer! Dennoch ist es ein wunderbares Gefühl, dass eines unserer zahlreichen Talente endlich mal die Aufmerksamkeit bekommt, die ihm auch zusteht. Voller Stolz können wir also verkünden, dass Mark Forster unser »Pfälzer Botschafter des Jahres« ist. Das hat sich der bodenständige und grundsympathische Sänger aus Winnweiler am Donnersberg mehr als verdient und durch jede Menge künstlerische Leidenschaft selbst ermöglicht.

Dass der 32-Jährige mittlerweile in Berlin wohnt, ist vielleicht ein bisschen schade und für uns Pfälzer nicht unbedingt zu verstehen. Aber sehen wir es doch mal so: Nach dem Riesenerfolg mit »Au revoir« und, erst kürzlich, dem flächendeckenden Durchbruch mit dem unerhört romantischen Ohrwurm »Bauch und Kopf«, mit dem er sogar den Bundesvision Song Contest für unsere Pfalz gewann, könnte es doch niemand besseren geben, der die Pfalz angemessen in der Öffentlichkeit vertritt. Wie sie, ist nämlich auch Mark Forster herzlich, unfassbar nett und trotz des Erfolges auf dem Boden geblieben. Ein bekannteres Gesicht hatte die Pfalz auf dem Musikparkett noch nie, einen besseren Botschafter für das pfälzische Lebensgefühl könnte es somit gar nicht geben. Gratulation, Mark Forster, wir sind stolz auf dich!

www.markforster.de

Gastronom des Jahres:

Franz Klöfer

50 Jahre bereicherte Franz Klöfer die Pfalz mit seiner unvergleichlichen Art und seiner umwerfenden Küche. Jetzt ist der Wirt des Gasthauses zur Einigkeit in den Ruhestand getreten. Ohne uns zu fragen! Sei’s drum, küren wir ihn eben zu unserem »Gastronom des Jahres«.

Kein Zweifel: Hätte uns Franz Klöfer um Erlaubnis gefragt, in den Ruhestand zu gehen, wir hätten es ihm wahrscheinlich einfach verboten. Hat er natürlich nicht, steht uns natürlich gar nicht zu. Es ist eben nur so, dass es eigentlich keinen größeren Kultwirt in der Pfalz gab als ihn. 50 genussvolle Jahre verschrieb er sich Gastlichkeit, Genuss und guter Laune, da muss er schon verstehen, dass wir ihm mehr als eine Träne hinterherweinen. Nur zu gern lehnen wir uns zurück und denken an die vielen genussvollen Stunden, die wir in seinem Beisein im Gasthaus zur Einigkeit verbracht haben. An die vielen herrlichen Anekdoten, mit denen er uns erfreute, an die geselligen Stunden mit alten Freunden und neuen Bekanntschaften.

Aber natürlich denken wir auch an Klöfers Gerichte. An die Klassiker, die immer schon so gut waren, dass er sie nicht krampfhaft modernisieren musste. An seine erfrischenden Kreationen, bei denen er stets auf Regionalität, Saisonalität und höchste Qualität achtete. Das Obst seiner eigenen Streuobstwiesen wanderte nicht nur in seine Töpfe, sondern auch in seine Brennerei, neben vielen anderen Produkten konnte man sich auch das eine oder andere Fläschchen Schnaps für den Heimgebrauch aushändigen lassen. Ja, Hans Klöfer ist eben ein Koch aus dem Bilderbuch. Einer, der diesen Beruf lebt und in ihm eher eine Berufung, ja eine Erfüllung sieht. Deshalb würde es uns auch nicht überraschen, wenn unser »Gastronom des Jahres« in naher Zukunft doch wieder irgendwo auftaucht. Einer wie er, das steht zumindest fest, kann eben nicht ohne seine Töpfe.

www.einigkeit-maximiliansau.de

Hotelier des Jahres:

Familie Kuntz-Schlindwein

Das Hotel Krone in Herxheim-Hayna ist das Aushängeschild Pfälzer Gastlichkeit, ist das Sinnbild genussvoller Stunden in elegantem Ambiente. Die Auszeichnung »Hotelier des Jahres« geht somit verdient an die Familie Kuntz-Schlindwein.

Das Bild des perfekten Hoteliers ist ein glanzvolles, traditionsreiches, ein zeitlos elegantes. Es ist das Bild einer Person, die weiß, wie sie ihren Gästen einen unvergesslichen Aufenthalt in ihrem Reich ermöglicht. Höflich, zuvorkommend, diskret, stets hochprofessionell und darauf bedacht, den kleinen, aber feinen Unterschied zu machen. Die Familie Kuntz-Schlindwein erfüllt dieses Bild wie wenige andere in der Pfalz. Ihr Hotel Krone im beschaulichen Herxheim-Hayna zieht Gäste aus nah und fern in die Südpfalz, ist längst nicht mehr nur das Aushängeschild des kleinen Ortes oder der umliegenden Gegend, sondern die Galionsfigur pfälzischer Gastfreundlichkeit, Gemütlichkeit und Lebensfreude schlechthin.

Was die Familien mit Herzblut, Hingabe und endlosem Fleiß aus der ehemaligen Poststation »Zum Kranz« gemacht haben, ist nicht weniger als eine Oase des Komforts. Das 4-Sterne-Superior Luxushotel mit seinem schwelgerisch schönem Wellnessbereich und den Tagungsmöglichkeiten bettete schon den FC Barcelona, Helmut Kohl, Gerhard Schröder und Horst Köhler, die beiden hauseigenen Restaurants begeisterten zahllose weitere Prominente, Einheimische und Touristen. Dem Gourmetrestaurant Krone unter der Leitung von Karl-Emil Kuntz ist es zu verdanken, dass der begehrte Michelin-Stern seit 30 Jahren über dem Tabakdorf Hayna strahlt – länger als irgendwo sonst in der Pfalz. Kein Wunder, dass auch die legendären Küchenpartys an Gemütlichkeit und Großzügigkeit nicht zu übertreffen sind. Kein Zweifel: Wenn es geborene Gastgeber gibt, dann die Familie Kuntz-Schlindwein. Und wenn jemand die Auszeichnung »Hotelier des Jahres« verdient, dann sie.

www.hotelkrone.de

Sportler des Jahres:

Miriam Welte

Mehrfache Weltmeisterin, Olympiasiegerin und vieles mehr, dazu sozial engagiert und umwerfend charmant – wir mussten nicht lange überlegen, wer unser „Sportler des Jahres“ wird. Bahn frei für Miriam Welte!

Miriam Welte war noch keine 16 Jahre alt, da holte sich die Bahnradsportlerin schon den Vize-Titel bei der Deutschen Meisterschaft der Juniorinnen im 500-Meter-Zeitfahren. So was kommt natürlich nicht von ungefähr, also muss man deutlich weiter in die Vergangenheit reisen, um zu den Ursprüngen dieser bemerkenswerten Sportlerkarriere vorzustoßen. Geboren 1986 in Kaiserslautern (und natürlich bis heute leidenschaftlicher Fan des FCK!), schwang sie sich schon früh aufs Rad, übt den Sport seit 2001 in jeder freien Minute aus. Den ersten Erfolgen in Deutschland folgten sehr schnell internationale Titel: Europameisterin 2006 und 2008, olympisches Gold 2012 in London, 2013 dann der Weltrekord im Teamsprint über 500 Meter. Und von den zig weiteren Weltcup-Siegen, Deutschen Meisterschaften und und und reden wir jetzt mal gar nicht.

Als Botschafterin des Weißen Rings setzt sich Welte für Kriminalitätsopfer ein, spielt gern Klavier und isst am liebsten Käsespätzle mit Sauerkraut. Dass das nicht pfälzisch ist, verzeihen wir dem Radprofi jetzt mal. Wer die Pfalz auf den Rennbahnen der Welt so engagiert, aufgeschlossen, sympathisch und erfolgreich vertritt, darf doch eigentlich essen, was er will. Zumal Miriam Welte nicht nur in Sachen Radsport ein gutes Licht auf die Pfalz wirft: Als Polizeikommissarin bei der Landespolizei Rheinland-Pfalz sorgt sie zudem für die Sicherheit im Land. Ob sie die bösen Buben auf dem Rad verfolgt, wissen wir allerdings nicht. Eine Chance hätte dann aber zumindest niemand mehr.

www.miriamwelte.de

Unternehmer des Jahres:

Achim Niederberger

Er war Visionär. Er war couragiert. Er war ein Fortschrittsmacher. Achim Niederbergers Werk als großer Erneuerer hat die Pfalz zum Glänzen gebracht. Die Ernennung zum »Unternehmer des Jahres« ist eine späte, aber überfällige Würdigung.

Sein Tod im Jahre 2013 hat ein großes Loch in die Pfalz gerissen. Mit Achim Niederberger ist einer der ganz großen Visionäre gegangen, ein Unternehmer vom alten Schlag, der nicht an Profit oder Eigennutz gedacht hat, sondern das große Ganze. Einer, der seine Heimat fest im Blick hatte. Geboren am 31. Januar 1957 in Neustadt an der Weinstraße, blieb er der Pfalz sein ganzes Leben treu. Zunächst mit einer Agentur für Sportwerbung, später als Verlagschef eines Hauses, das sich auf Genussthemen spezialisiert hatte. Mit dem neuen Jahrtausend kam auch eine Umorientierung bei Niederberger. Stets jemand gewesen, der sich mit Vorliebe neue Herausforderungen suchte und spannende Betätigungsfelder erschloss, stieg er 2002 ins Wein-Business ein. Und veränderte die Pfälzer Weinwelt grundlegend.

Alles begann mit seinem Erwerb des Weinguts Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan in Deidesheim. Allein Niederberger ist es zu verdanken, dass der Betrieb binnen weniger Jahre wieder zu einem Flaggschiff pfälzischer und deutscher Weinkultur wurde. Er initiierte umfangreiche Renovierungsarbeiten im Weingut, ließ das Gutshaus zu einem entzückenden Boutique-Hotel umbauen und eröffnete im Ketschauer Hof das Bistro 1718 sowie das Restaurant L.A. Jordan. Letzteres ist übrigens seit 2010 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet! Auch mit dem Kauf der Deidesheimer Weingüter Reichsrat von Buhl 2005 und Dr. Deinhard (heute von Winning) 2007 trug Niederberger maßgeblich dazu bei, dass sich Deidesheim längst zu einem der Lieblingsziele einheimischer und internationaler Feinschmecker gemausert hat. Achim Niederberger mag von uns gegangen sein. Sein Engagement, seine Visionen und seine Träume werden in Deidesheim bestehen bleiben. Ein Toast auf Achim Niederberger!

www.niederberger.de

Winzer des Jahres:

Werner & Volker Knipser

Das Pfälzer Weinwunder ist auch ihnen zu verdanken. Was die Brüder Werner und Volker Knipser in Laumersheim vollbringen, ist große Kunst zum Trinken. Ihr Weingut gehört zu den besten Deutschlands, ihre unaufgeregte, angenehme Art ist beispiellos – und ihre Ernennung zum „Winzer des Jahres“ geradezu obligatorisch.

Preise, Auszeichnungen und fässerweise Lob sind nicht neu für die Knipsers. Seit die Brüder Werner und Volker das Familienunternehmen Mitte der 1980er Jahren übernommen haben, ist viel passiert in Laumersheim. So viel, dass einem schon mal schwindlig werden kann, wenn man sich vor Augen führt, was das Brüdergespann hier auf die Beine gestellt hat. Seit 1993 ist das Weingut Knipser Mitglied im VDP und somit dem strengsten Qualitätsweinbau verpflichtet. Da baute man Rotweine längst im Barrique aus und achtete bei Neupflanzungen auf Sorten aus bestem Pflanzmaterial, gerne direkt importiert aus dem nahen Frankreich. Ertragsreduzierung war und ist ein unbedingtes Muss, die VDP-Aufnahme die einzig logische Konsequenz.

Damit fing das Weinwunder aber erst an. Fachzeitschriften bejubelten die Erzeugnisse, die Tropfen konnten schon mehrfach den Deutschen Rotweinpreis gewinnen, man war »Winzer des Jahres«, ist längst auch für seine Weißen berühmt. Dass die Knipsers hervorragende Weine machen, bei denen selbst die einfachste Ausführung vollmundig, charaktervoll und umwerfend schmeckt, ist aber nur die eine Seite. Nicht vergessen werden darf nämlich auch die enorme Aufbauarbeit, die die Winzerbrüder für die nächste Generation und für die Pfälzer Weinwelt im Allgemeinen geleistet haben. Die Weinfamilie steht heute für Spitzenweine mit internationalem Ruf und, wie sie in ihrem wunderbaren Gutsausschank Halbstück in Bisserheim beweisen, hervorragendes Gastgebertum. Und dank Stephan Knipser, der seit 2005 im Weingut tätig ist, steht auch die nächste Generation Spalier. Es kann also weitergehen in Laumersheim.

www.weingut-knipser.de

DBdR_Award-2016_Nachreport_Danke-Sponsoren

Award Party 2016

Impressionen

Jetzt nominieren!

Preisträger für 2017