Die Südliche Weinstraße

Die Südliche Weinstraße – Der Name sagt eigentlich alles. Da steckt Lebensgefühl drin. Da lässt sich das Klima erahnen. Und da wird schon beim ersten Hinsehen bewusst: Wein spielt hier die Hauptrolle. Tatsächlich, würde der Region der Wein genommen, wäre das Leben nicht das Gleiche. Und das ist beileibe nicht nur wirtschaftlich zu verstehen. Längst nicht alle Menschen hier leben vom Wein – aber die allermeisten leben mit ihm, gehen mit ihm durchs Jahr. Der Wein ist quasi verinnerlicht als ein Lebens- und Genussmittel, als ein alltägliches Kulturgut. Da wird nichts auf ein Podest gehoben und angebetet, sondern getrunken und genossen.

Allerdings mit hohem Anspruch. Längst vorbei sind die Zeiten, da die Südpfalz als Massenanbaugebiet verrufen war. Seit Anfang der 90er Jahre hat sich dies radikal gewandelt, freilich nicht über Nacht. Es bedurfte insbesondere einer »Fünf Freunde« genannten Gruppierung von Winzern – Rebholz, Wehrheim, Siegrist, Becker und Keßler – um das Qualitätsstreben in der Breite zu entfachen. In relativ kurzer Zeit entwickelte sich daraus eine Dynamik, die nicht anders als rasant bezeichnet werden kann. In vielen Betrieben ergaben sich durch den Generationswechsel von klassisch-traditionell gelernten Winzern auf umfassend ausgebildete
Weinbauingenieure und studierte Weinbautechnologien Quantensprünge in der Qualität des Weinguts, und das binnen weniger Jahre. Gut 10 Jahre nach den »Fünf Freunden« machte wieder eine Gruppe von 5 Winzern von sich reden: die Südpfalz Connexion. Damals junge Wilde, die gemeinsam verrückte Ideen entwickelten und als ehrgeiziges Projekt gemeinsam einen Spätburgunder-Weinberg in der westlichsten Weinbaugemeinde der Pfalz in Annweiler-Gräfenhausen anlegten, gehören sie heute alle zu den etablierten Winzern in der Pfalz.

Und wieder gibt es Nachwuchs-Winzer, die oft bei den großen Namen gelernt haben und nun alles daransetzten, die hohen Hürden der spektakulären Vorgaben zu überwinden. Hier stehen junge Leute, scharren mit den Füßen und kratzen am Status quo, jedes Jahr wieder, jedes Jahr besser. Das hat viel zu tun mit Ehrgeiz, mit dem Ansporn, es mindestens genauso gut zu machen wie der Beste im Ort. Aber auch mit einer neuen Offenheit der Winzer untereinander. Und natürlich mit dem unbedingten Willen, selbst national in der ersten Liga mitspielen zu wollen. Mit dem Wettbewerb „Die junge Südpfalz – da wächst was nach!“, hat der Verein Südliche Weinstrasse dem Ehrgeiz der Jungen eine Plattform geboten. Und schon zeigen sie, was sie können. Und belegen dabei, wie breit und aufsehenerregend die Winzerbasis der Region geworden ist. Rund 60 Jungwinzer sind jedes Jahr dabei, 20 kommen in die Endrunde, 3 steigen auf das Siegertreppchen. Die Sieger 2014 heißen: Andreas Grimm (Schweigen-Rechtenbach), Georg Meier (Weyher) und Frank Spiegel (Kleinfischlingen).

Den besten Eindruck vom großartigen Angebot der Winzer der Südlichen Weinstrasse bekommt, wer die Weintage der Südlichen Weinstrasse am Wochenende nach Fronleichnam  in Landau besucht und sich durchverkostet. Er wird verblüfft feststellen, was einem auch von Betrieben aus der zweiten Reihe geboten wird. Der Wein ist unser Potenzial, er schafft Gemeinsamkeiten. So soll es sein.

Willkommen im Weinland Südliche Weinstrasse.


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