Melanie Hubach

Zwei Augen fürs Detail

Fotografie ist ein Handwerk wie jedes andere auch? Natürlich, sagen die einen. Quatsch, sagt jeder, der schon mal durch Melanie Hubachs Bildwelten
zwischen Erpolzheim und New York City gewandert ist.

Auf den ersten Blick haben sie ja nicht viel gemeinsam: Erpolzheim und New York City. Einmal Pfälzer Urlaubsregion, einmal gewaltige Metropole. Und doch thematisierte Fotografin Melanie Hubach jene beiden gegensätzlichen Orte vor einigen Jahren. Ihre Ausstellung »underground« ging den Dingen unter den Dingen auf die Spur: Weinkeller hier, U-Bahn-Schächte dort, der Untergrund als unverzichtbarer Bestandteil jedweder Region. Die charakterstarken, wunderbar inszenierten Motive taten ihr Übriges, um die Fotografenmeisterin als das zu zeigen, was sie ist: mehr Künstlerin als Knöpfchendrücker. Das Handwerk zu beherrschen ist nämlich nur das eine. Ohne das gewisse Etwas, ohne einen gewissen Funken, ohne ein künstlerisches Gespür bleibt auch das schönste Fotomotiv blass.

Seit über 10 Jahren ist Hubach als professionelle Fotografin in der Pfalz und in der Welt unterwegs, hatte schon unzählige Winzer, Weinprinzessinnen oder Weinflaschen, aber auch Gebäude oder ganze Betriebe vor der Linse. Sie weiß, warum man sagt, der Teufel stecke im Detail. Ihre Bilder leben von herrlicher Ausleuchtung und einer Perspektive, die nicht immer erwartet, aber stets überzeugend ist. Das kostet Zeit, Mühe, vor allem aber Erfahrung und Kreativität. So etwas kommt eben davon, wenn man die Meisterprüfung als Jahrgangsbeste mit einer glatten Eins abschließt. Am liebsten knipst sich Hubach übrigens durch die Pfalz. Ihre Heimat in möglichst vielen Facetten, Schattierungen und Winkeln darzustellen, ihre Bewohner in ausdrucksstarken Portraits festzuhalten, das ist ihre Mission. Es ist eben doch so: Jede Region bekommt die Künstler, die sie verdient. Und die Pfalz hat eine wie Hubach auf jeden Fall verdient.


 

www.melhubach.de