Weingut Rings

Obwohl es damals noch niemand wusste, stellt das Jahr 2001 aus heutiger Sicht eine echte Zäsur im Pfälzer Weinbau dar. Die Winzerwelt veränderte sich nachhaltig und zum Guten, bedingt durch eine kleine und auf den ersten Blick nicht besonders beeindruckend neu justierte Stellschraube. Mit dem Einstieg der Gebrüder Steffen und Andreas Rings ins elterliche Weingut in Freinsheim stellte man vom bloßen Wein- und Obstanbau auf die erste eigene Flaschenabfüllung um. Nichts Außergewöhnliches in einer Region wie der Pfalz, in der in den letzten Jahren zahllose Jungwinzer frischen Wind in die Betriebe der Eltern und Großeltern gebracht haben. In Freinsheim war es jedoch irgendwie anders, und gerade mal 15 Jahre später steht fest: Das war eine wirklich grandiose Idee! Das Weingut Rings hat sich längst zu einem der besten Güter der Pfalz entwickelt, konsequente Ertragsreduzierung, den Zukauf ausgezeichneter Lagen und die Umstellung auf Handlese haben aus den beiden Brüdern echte Spitzenwinzer gemacht, die ihrer kleinen Heimatstadt jede Menge Ruhm und Ehre bescheren.

rings_6er_Paket001Heute sorgen 26 Hektar für eine Jahresproduktion von 160.000 Flaschen: mit den Premium-Lagen Freinsheimer Schwarzes Kreuz, Kallstadter Saumagen und Ungsteiner Weilberg produziert man Weiße und Rote von Weltrang, heimst Preise, Auszeichnungen und sonstiges Decorum rund um die Trauben ein. Natürlich sind die beiden an
erster Stelle Freinsheimer mit Leib und Seele, an zweiter aber eben Pfälzer, was sich auch an ihren Lagen zeigt:
Renommiert wie die Freinsheimer Rotweingebiete auch sind, haben die Rings-Jungs ihre Fühler in Sachen Weißwein auch Richtung Kallstadt ausgestreckt. Nur das Beste für den Wein, schon klar. Niedrige Erträge, strikter Bioweinbau, Spontangärung und sogar eine visuelle Traubenselektion im Keller unterstreichen das Engagement und die Passion, mit der in Freinsheim in den letzten 15 Jahren gearbeitet wurde. Dass diese beiden für ihren Wein leben, ist eben keine Floskel, sondern Realität.
Ganz neu und als jüngstes Mitglied überhaupt im VDP aufgenommen und von The Wine Party zuletzt zum Winzer des Jahres gekürt, sind die Brüder bekannt dafür, mit Reben und Trauben zu spielen, sich neu zu erfinden und über den Tellerrand hinauszublicken. Wenn die beiden beispielsweise an einem Syrah versuchen, geben sie sich nicht damit zufrieden, eben einfach einen Syrah aus der Pfalz zu produzieren. Wenn schon, dann soll daraus bitte auch ein Topwein werden, der neue Akzente setzt und die Pfälzer Winzerkultur voranbringt. Dazu gehört auch ihr Händchen für Holzausbau, vor allem aber ihr langer Atem, ihre humorvoll-lockere Art und ihre eher impulsive als nüchtern-theoretische Herangehensweise an diese hohe Kunst des Trinkens. Winzer wie die Rings-Brüder sind es, die das Pfälzer Weinwunder am Leben erhalten. Darüber können wir sehr, sehr froh sein.


www.weingut-rings.de