Weinwirtschaft Franz Keller

Liaison der Genüsse


Es ist immer ein ganz besonderer Moment, wenn sich zwei außergewöhnliche Historien zu einer gemeinsamen vereinigen. Eine regelrechte Liaison des Hochgenusses hat sich erst kürzlich in Stuttgarts Nobelherberge Althoff Hotel am Schlossgarten ergeben. Als Mitglied der „Leading Hotels of the World“ eh einem besonders hohen Anspruch verpflichtet, konnte Thomas H. Althoff ja schon zu Beginn mit der Rekrutierung des neuen Zirbelstube-Küchenchefs Denis Feix einen kulinarischen Coup der besonderen Art landen; die neue Weinwirtschaft | Weingut Franz Keller schlägt jetzt in eine ganz ähnliche Kerbe. Entstanden durch die lange Freundschaft zwischen Althoff und dem badischen Winzer Fritz Keller, Sohn des Gründers Franz Keller, und benannt nach dessen legendärem badischen Weingut: Die Weinstube des Hotels wurde postwendend zu einem neuen Vorzeigeort des weinseligen Genusses zwischen Baden und Schwaben.

Erdacht als Ort, an dem sich Wein vorzüglich entdecken, erleben und erschmecken lässt, ist die Weinwirtschaft | Weingut Franz Keller tatsächlich eine Brücke zwischen den Genüssen Badens, Schwabens und des Elsasses. Es wurde aber auch mal Zeit, dass jemand die kindischen Rivalitäten vergisst und sich auf die Vorzüge dieser unvergleichlichen Landschaften konzentriert. In erheblich aufpoliertem, edel-rustikalem Ambiente wird der Gast im neu gestalteten Eingangsbereich herzlich empfangen. Bei einem Aperitif im Stehen schweift der Blick über die geschmackvoll präsentierten Weinflaschen, in den gut bestückten Keller, dann in die einladende Weinwirtschaft. Kaum am Platz, geht das genussvolle Goutieren weiter: Die Weinkarte überzeugt mit einer nur üppig zu nennenden Auswahl selbst an offenen Weinen, gerne wird hier auch aus einer Magnum ausgeschenkt – zu überaus moderaten Preisen! Besondere Orte und besondere Genüsse gehören eben zusammen.

Im Mittelpunkt stehen natürlich die Weine des VDP-Weinguts Franz Keller, die ausgiebig probiert, genossen und bei Gefallen auch gleich mit nach Hause genommen werden können. Ergänzt wird Winzer Fritz Keller um ausgewählte Weinmacher aus Schwaben (so etwa Schnaitmann, Haidle, Aldinger oder Zimmerle), der Pfalz (Dr. Wehrheim), Österreich, Südtirol sowie einer schwindelig machenden Auswahl an feinen Franzosen. Tja, wenn zwei Traditionsunternehmen schon mal gemeinsame Sache machen, werden Kompromisse gleich mal ausgeschlossen. Für die Kulinarik gilt das auch: Feines aus Baden, Schwaben und dem Elsass kommt zum Wein auf den Tisch, von frisch aufgeschnittenem Schinken oder einem elsässischen Käseteller über herrlich knusprige Flammkuchen bis hin zu gehobenen Interpretation bodenständiger Traditionsgerichte wie Zwiebelrostbraten, Schwarzwaldforelle oder Geschnetzeltes von der Kalbsleber gibt die Speisekarte mehr als genug Auswahl zum sinnlichen Kombinieren mit den passenden Weinen.

Dafür sorgt natürlich auch der aufmerksame Service: Vom passenden Aperitif bis zum schweren Roten hat die Crew der Weinwirtschaft stets eine passende, gern auch einen überraschende Weinempfehlung parat. Und weil es sich hier sowohl mittags als auch nach dem abendlichen Theater bei einem letzten Gläschen hervorragend sitzen und genießen lässt, ist die Weinwirtschaft | Weingut Franz Keller schon wenige Wochen nach ihrer Eröffnung nicht mehr aus der Stadt wegzudenken. Und mit dieser Meinung stehen wir zweifellos nicht alleine da.


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