20 FRAGEN AN …

Florian Weiss

Radio- und Fernsehmoderator und an den Wochenenden auch DJ | www.florianweiss.de

Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?

Auf meinen ersten Job. Ich war 14 und habe bei Regen und Kälte zwei Monate lang Sand-Tennisplätze umgegraben um sie für die Saison fertig zu machen. Das ist harte Arbeit, hat mir aber meinen ersten DJ-Plattenspieler finanziert. Und der wiederum war der Grundstein für meine Radio- und Fernsehkarriere.

Was treibt Sie an?

Vor allem Neugier. Und natürlich die Sehnsucht nach Bestätigung. Die schlummert wohl in jedem von uns.

Ärgern Sie sich über Kritik?

Anfangs ja. Aber wenn ich dann ein paar Minuten darüber nachdenke ergibt sie in den meisten Fällen Sinn und ich lerne dazu.

Wohin geht Ihre nächste Reise?

Tel Aviv. Ich habe auf einer Orca Expedition in Norwegen vor wenigen Wochen eine Israelin kennen gelernt und lasse mir bald die Stadt zeigen.

Was kann Ihre Sekretärin, was Ihr iPhone nicht kann?

Mein iPhone ist meine Sekretärin.

Sind Sie ein Late-Night-Checker oder ein Early-Bird?

Definitiv ein Early-Bird. Leider verlangt mein Job oft das Gegenteil.

Wenn Sie einen Orden verleihen könnten, wer würde ihn bekommen?

Angela Merkel. Für ihren Standhaftigkeit in der Flüchtlingskrise. Ich empfinde es nach wie vor als beschämend, dass ein reiches Land wie Deutschland in weiten Teilen Angst vor einer „feindlichen Übernahme“ durch fremde Menschen hat. Wir sollten niemals vergessen, wo wir 1945 standen. Und wie viel wir den damals „Starken“ bis heute zu verdanken haben.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrestaurant?

Das „M Belleville“ in Schwabing. Ein unaufgeregter Franzose.

Wie kann man Sie kulinarisch verwöhnen?

Vegetarisch und vegan. Fleisch nur wenn es mein Schwager auf der Jagd selbst erlegt hat. Und ganz selten auch mal aus Versehen morgens um 5 eine Currywurst nach einer alkoholgeschwängerten Nacht.

Wie entspannen Sie?

Beim Tauchen. Unter Wasser, in Gesellschaft von großen Fischen, fährt mein Ruhepuls fast auf Null runter.

Ihre Vorbilder?

Ich mag den Humor von Robbie Williams, das musikalische Gespür von Sven Väth und das Aussehen von Jennifer Lawrence.

Welche Charaktereigenschaften schätzen Sie?

Aufrichtigkeit, auch wenn sie manchmal schmerzt.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“.

Was ist für Sie ein perfekter Tag?

Früh aufstehen und der erste sein auf meiner Stamm-Lauf-Strecke an der Isar. Die beginnt im Nordteil des Englischen Gartens und endet 12 Kilometer flussabwärts, auf Höhe Ismaning. Hier ist morgens um 8 niemand. Ein Traum.

Worauf sind Sie stolz?

Immer noch auf den New-York Marathon, den ich laut meines Sportarztes trotz einer „eklatant mangelhaften Vorbereitung“ in 4.30 gelaufen bin.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Da gibt es einiges. Einen Iron Man finishen. Eine Himalaya Trekking Tour. Tauchen mit Blauwalen … die Liste ist lang und mir fällt jede Woche was neues ein.

Verraten Sie uns Ihren Lieblingswinzer? Ihr Lieblingsweingut?

Dorina Lindemann und Wolfgang Biechele. Ihr Touriga Nacional ist seit Jahren mein Favorit bei den Roten (Wolfgang ist der ehemalige Musikchef bei Antenne Bayern, daher kenne wir uns auch persönlich). Und wenn ich weiss trinke, trinke ich in der Regel von Weiss Senior. Mein Vater ist beteiligt an einem kleinen Gut in der Wachau. Der Grüne Veltliner ist eine Wucht.

Wofür haben Sie kein Verständnis?

Neid. Eine unschöne und vor allem deutsche Eigenschaft.

Schenken Sie uns eine Lebensweisheit?

Wenn Du immer mit beiden Beinen auf der Erde stehst, kriegst Du niemals eine frische Unterhose (Urheber unbekannt).

Wie definieren Sie Luxus?

Zufrieden zu sein mit dem was man hat.

Was haben Sie immer im Kühlschrank?

Ketchup aus dem Bio-Markt, veganen Brotaufstrich (in mindestens fünf unterschiedlichen Ausführungen), Essiggurken und Mandelmilch.

Was wäre Ihre Henkersmahlzeit?

Warmer Leberkas mit Kartoffelsalat und süßem Senf. Ich weiß, das ziert sich nicht für einen Menschen, der vornehmlich vegetarisch lebt und Tierschutz propagiert. Aber das war nun mal mein Lieblingsessen früher.