20 FRAGEN AN …

Helmut O. Knall

Schreibender | www.wine-times.com

Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?

Meine Kinder sind trotz ihres Vaters ziemlich gut gelungen.

Was treibt Sie an?

Schönes Wetter (ja, echt!), hunderte Fragen von Kindern, Studenten und Lesern, und natürlich meine unendliche Neugier.

Ärgern Sie sich über Kritik?

Nein. Konstruktive Kritik brauche ich, der Rest geht an mir vorbei.

Wohin geht Ihre nächste Reise?

Ich reise ja ständig. Morgen nach Verona.

Was kann Ihre Sekretärin, was Ihr iPhone nicht kann?

Hätte ich eine, könnte sie zurückreden (und hoffentlich besser Buchhaltung als ich und das iPhone zusammen).
Wieso vermutet Ihr, dass ich ein iPhone habe?

Wenn Sie einen Orden verleihen könnten, wer würde ihn bekommen?

Jeder, der auf den Opernball gehen will.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrestaurant?

Das sind einfach zu viele.
Mein Fluchtachterl nehme ich am liebsten beim Grünauer an der Schank.

Der beste Ort für den Ausklang einer durchfeierten Nacht?

In Wien: Gulasch beim Bane nach vier Uhr früh.
In Italien: Die Hängematte auf der Terrasse.

Wie kann man Sie kulinarisch verwöhnen?

Mit besten Produkten und einfachen Rezepten ohne Chichi. Deswegen liebe ich die Cucina della Nonna Italiens so.

Wie entspannen Sie?

Plaudern mit Freunden bei einem guten Flascherl Wein.

Angenommen, Sie könnten eine Woche lang jemand anderer sein. Wer wäre das?

Q
(Enterprise Next Generation)

Ihre Vorbilder?

Glückliche, gesunde alte Menschen, die lachend am Stammtisch vor ihren Lieblings-Wirten sitzen und den Lebensabend in vollen Zügen genießen. Findet man meist in Dörfern nahe eines Meeres.
Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Japan etc. …

Welche Charaktereigenschaften schätzen Sie?

Handschlag-Qualität, Neugierde, Lebenslust.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Zuletzt las ich einem kleinen Kind aus Bärli Hupf vor – und wunderte mich, dass dieses alte Buch immer noch funktioniert.

Worauf sind Sie stolz?

Neulich las ich einen Text in einem alten Magazin, gespannt bis zum letzten Buchstaben. Dann stand da mein Name als Autor.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Einen Verleger für mein Buch zu finden.

Verraten Sie uns Ihren Lieblingswinzer? Ihr Lieblingsweingut?

Zu viele, um das beantworten zu können. Aber ich liebe diesen Job immer noch, weil es so viele spannende Persönlichkeiten gibt, die Wein machen. Leider sind einige schon viel zu früh von uns gegangen.

Ihr größter Erfolg?

Ich lebe noch.

Ihre größte Niederlage?

Uij, das waren viele. Aus den meisten habe ich aber irgendwas mitgenommen, was mich zu dem formte, der ich bin. Und das finde ich ganz okay.

Schenken Sie uns eine Lebensweisheit?

Kann man Weisheit verschenken? Dann bitte her damit.

Was haben Sie immer im Kühlschrank?

Butter, Käse, Wein und Ragù im Tiefkühlfach.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Stehaufmanderl.

Was wäre Ihre Henkersmahlzeit?

Ich würde für den Henker kochen, so gut, dass er seinen Job aufgibt.


Foto: Friederike Hegner