20 FRAGEN AN …

Wolfgang Junglas

TV Redakteur | Weinjournalist | Buchautor | www.rheingauer-wein-buehne.de

Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?

2017 bin ich mit meiner Frau Tracey auf dem Jakobsweg 322 Kilometer von León nach Santiago de Compostela gewandert – da ich nicht sehr sportlich bin war ich richtig stolz auf mich!

Was treibt Sie an?

Lebensfreude, Neugierde und die Liebe zu meiner Familie.

Ärgern Sie sich über Kritik?

Grundsätzlich nicht – häufig lerne ich durch Kritik: Im TV-Betrieb ist Kritik institutionalisiert und Teil des Alltagsgeschäfts. Irritierend finde ich strategische Kritik, die auf Diskreditierung abzielt – die lege ich in den Ordner „Neid“ ab.

Wohin geht Ihre nächste Reise?

Eine Genuss-Kreuzfahrt mit der MS Berlin von Nizza über Malaga, Gibraltar, Lissabon und La Coruna nach Bremen. Ich halte Weinseminare und moderiere Weinproben an Bord.

Was kann Ihre Sekretärin, was Ihr iPhone nicht kann?

„Ich habe gar keine Sekretärin!“

Sind Sie ein Late-Night-Checker oder ein Early-Bird?

Vom Biorhythmus her bin ich eher jemand der den Abend schätzt. Je älter ich werde desto mehr liebe ich aber auch den Zauber des Morgens – aber das wird wohl die Ausnahme bleiben.

Mit wem möchten Sie auf keinen Fall am Tisch sitzen?

Da bin ich ganz neugieriger Journalist: Über die Jahre habe ich bei unzähligen Veranstaltungen gelernt auch aus Unterhaltungen mit Gesprächspartnern, denen ein zweifelhafter Ruf vorauseilt, interessante Erkenntnisse zu gewinnen.

Wenn Sie einen Orden verleihen könnten, wer würde ihn bekommen?

Ich habe ein Herz für die „Helden des Alltags“ – Menschen die großes leisten aber nicht immer im Mittelpunkt stehen. In meiner Wahlheimat habe ich deshalb die Wahl des „Rheingauer des Jahres“ erfunden – jedes Jahr übergebe ich an eine andere Person die „Germania“ Statue.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrestaurant?

Da gibt es mehr als eins: Ich schätze Restaurants mit herzlicher Atmosphäre und klarer Küche ohne Firlefanz nah an den Produkten: Zum Beispiel Inver Restaurant in Strachur/Schottland, The Seafood Restaurant von Rick Stein in Padstow/Cornwall, Steinheuers Poststuben in Bad Neuenahr/Heppingen, Burg Schwarzenstein in Johannisberg/Rheingau, Krone in Herxheim/Hayna und Lafers Stromburg.

Wie kann man Sie kulinarisch verwöhnen?

Entweder ganz einfach oder sinnlos opulent: Ich schätze Rührei mit Speck und Bratkartoffeln mit einem Glas Wein in einer Straußwirtschaft oder Kaiserschmarrn oben in den Bergen auf einer Hütte genauso wie ein raffiniertes sieben-gängiges Überraschungsmenu in einem Sternerestaurant: Alles zu seiner Zeit.

Wie entspannen Sie?

Am effektivsten bei einer Wanderung mit meiner Frau in einer anregenden Landschaft.

Welche Charaktereigenschaften schätzen Sie?

Verlässlichkeit, Sanftmut, Ehrlichkeit und vor allem Humor.

Was ist für Sie ein perfekter Tag?

Ein schönes Frühstück mit Aussicht mit der Familie (Frau, Kinder, Enkel), eine lange Wanderung und abends ein schönes Essen im Freien.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Sehr gerne möchte ich einen Wein-Spielfilm produzieren der in der deutschen Weinszene spielt.

Ihr größter Erfolg?

Familiär: Das es mir gelungen ist, fünf Jahre lang alleinerziehend mit meiner Tochter zu bewältigen. Persönlich: Eine Krebserkrankung zu überstehen. Beruflich: Kreierung und Entwicklung von TV-Formaten wie Johann Lafer kocht, Fröhlicher Weinberg, Landgasthöfe, Wahl der Deutschen Weinkönigin, Himmel un Erd, Rezeptsucherin und WeinSafari.

Ihre größte Niederlage?

Als ich von der Redaktionsleitung der TV Sendung Fröhlicher Weinberg entbunden wurde.

Schenken Sie uns eine Lebensweisheit?

Mut zur Offenheit – es befreit Dich selbst und Deine Umgebung.

Das Leben ist zu kurz, um …

… sich unnötig über Kleinigkeiten zu streiten.

Was haben Sie immer im Kühlschrank?

Winzersekt (Man weiß nie wer kommt!) und etwas Käse.

Was wäre Ihre Henkersmahlzeit?

Das Eifeler Regionalgericht „Döppekoochen“: Kann manchmal wie Wackersteine im Magen liegen – aber das spielt ja dann keine Rolle mehr!