Zu Gast bei Wolfgang Meurer

Herrschaftliche Grandezza

Der Italienliebhaber Wolfgang Meurer hat sich im pfälzischen Großkarlbach einen mediterranen Traum erfüllt. Rund um das ehemalige elterliche Weingut hat er in den letzten drei Jahrzehnten eine einzigartige, toskanische Wohlfühl-Landschaft geschaffen. Zwischen Palmen und Pfälzer Wald ist man dem Paradies hier ziemlich nahe. 

Für DAS BESTE der PFALZ hat er Tor und Türen geöffnet und gibt einzigartige Einblicke in eine Lebenswelt voller Eleganz und Geschmack. Hereinspaziert!

Wolfgang Meurer, der im München der 70er Kunstgeschichte studierte, ist ein Mensch mit ausgeprägtem Geschmack und lustvollem Sinn für Details, der sich für die gelungene Gestaltung eines Gartens ebenso begeistern kann wie für die barocke Schönheit eines Sessels oder die weiche Haptik eines Vorhangstoffes. Er gehört zu den Menschen, die das
Herausragende suchen und wissen, was Gutes wirklich außergewöhnlich werden lässt. Seinen privaten Gemächern mit Blick auf den toskanischen Garten verordnete er einen geschmackvollen Stilmix. Die wertvollen Antiquitäten und stilsicheren Accessoires bilden einen wunderbaren Kontrast zu filigranen Designermöbeln und abstrakten Werken zeitgenössischer Künstler.

Den besonderen Charme des Anwesens spürt man, sobald man das Einfahrtstor passiert hat. Inmitten eines wunderbaren Gartens mit altem Baumbestand öffnet sich hinter schmiedeeisernen Toren eine toskanische Märchenwelt.

Das Stilempfinden für italienische Baukunst, hochherrschaftlich demonstriert durch feudale, mit originalgetreuen Materialien geschaffenen Bauten wie dem Gartenhaus, der Orangerie und dem Badehaus, geht mit der dramatisch schönen Szenerie der Gartenanlage eine glückliche Liaison ein. Inspiriert durch zahlreiche Reisen und Exkursionen nach Italien, ließ Meurer ab 1983 den toskanischen Garten anlegen.  Im milden pfälzischen Klima blühte auch botanischer Ehrgeiz auf: Heute stehen ungezählte Zypressen Spalier, Wildrosenhecken blühen mit chinesischen und amerikanischen Pfingstrosen um die Wette und dazwischen gesellen sich Kork- und Steineichen, Mammutbäume und Weihrauchzedern zu einem mediterranen Gesamtkunstwerk.

Man wandelt in Begleitung gefiederter Schönheiten (lebendige Pfauen und  jede Menge glücklicher Hühner) durch stolze Zypressenalleen und genießt die betörende Ruhe des Brunnenhofs. Mittelpunkt des toskanischen Paradieses ist das Gartenhaus im venezianischen Stil, das auf einen Entwurf des Renaissance-Architekten Andrea Palladio (Villa Maser im Veneto) zurückgeht und von Wolfgang Meurer neu konzipiert wurde. Das kleine, villenartige Gebäude im Herzen der weitläufigen Domnäne beherbergt eine schicke Weinbar. Die pastorale Stille wird nur unterbrochen, wenn am Wochenende eine anspruchsvolle Gästeschar Einzug hält, um hier das pfälzische dolce vita zu genießen.

1999 wurde ein benachbartes Anwesen, das 1910 im wilhelminischen Stil erbaut wurde, in ein zauberhaftes Hideaway der Extraklasse verwandelt. Marmorböden, Stuckdecken und wertvolle Antiquitäten prägen das kleine Landhotel mit 30 Betten.

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Die großzügige Orangerie, die sich im Anschluss an die Hotellerie befindet, war ursprünglich eine biedere LKW-Garage mit Flachdach und einer Grube für den Ölwechsel. Praktische, aber nicht wirklich schöne Glasbausteine sorgten für die nötigen Lichteinflüsse.

Meurer stülpte dem Bau ein toskanisches Dach über, ließ haushohe Fensterfronten einbauen und einen Marmorfußboden verlegen. Anstelle von dieselriechenden Lastenschleppern brummelt heute loderndes Feuer vor sich hin. Der prächtige Kamin stammt aus Florenz aus der Zeit um 1550 und schafft heute eine stimmungsvolle Atmosphäre für großartige Festlichkeiten zwischen 50 und 80 Personen.

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Das toskanische Badehaus & SPA entstand 2007. Die Idee zu dem herrschaftlichen Pool-Haus, das man auch in unmittelbarer Nachbarschaft eines italienischen Adelssitzes entdecken könnte, kam Meurer, nachdem er auf einer Auktion acht beeindruckende Jalousie-Klappläden aus dem 18. Jahrhundert erwerben konnte und sich zum Ziel setzte, ihnen ein würdiges Haus zu bauen. Toskanische Dächer mit uralten Ziegeln, verschwenderischer Einsatz von Veroneser Marmor auf dem Poll-Deck und eine Marmorbadewanne im SPA-Bereich, in der sich bereits die Aristokratie der Toskana gerne erfrischte, sind nur ein paar gestalterische Details dieses kleinen Palazzi.

Das Anwesen der Gebrüder Meurer bildet die stilvolle Kulisse für gelungene Festivitäten. Von der zauberhaften Hochzeitsfeier bis hin zur rauschenden Geburtstagsparty, vom stilsicheren Fotoshooting bis zur entspannten Betriebsfeier. Und immer mit herrschaftlicher Grandezza.


Fotos: www.melhubach.de